Der Maibaum

Am Vorabend des 1. Mai wird auch in Schmogrow seit Menschengedenken ein Maibaum aufgestellt.

Über den historischen Hintergrund lässt sich nur mutmaßen. Wahrscheinlich gehört der Maibaum zur Gruppe der Frühlingsbräuche und steht für den jahreszeitlichen Übergang vom Frühling zum Sommer.

Als Maibaum dient ein im Wald geschlagener Baum. Dieser wurde mit frischem Birkengrün geschmückt. Die Birke erwacht als einer der ersten Bäume aus ihrer Winterstarre und zeigt im Mai grüne Knospen. Sie galt den Menschen somit als Symbol für Kraft, Lebenswillen und Licht nach dem langen, dunklen Winter. Traditionell stellte die Jugend den Maibaum auf. Heute helfen die Kameraden der Feuerwehr bei dieser kräftezehrenden Arbeit.

Maibaumaufstellen in Schmogrow 2004
[1] Maibaumaufstellen in Schmogrow 2004

In Schmogrow stand der Maibaum an unterschiedlichen Plätzen. Lange Zeit befand sich der Aufstellungsort am Grundstück Lehmann, Christian; heute Buder, Joachim. Danach wurde er im Nugel aufgestellt, bis sein heutiger Platz am Dorfeingang aus Richtung Burg gefunden wurde.

Ein gegenseitiges Absägen der Maibäume unter den Dörfern war vor dem Krieg zwar üblich, wurde jedoch in Schmogrow und Umgebung fast nicht praktiziert. Die einzelnen Dorfjugenden achteten einander und verzichteten darauf. Unter dem Maibaum wurde nach dem Aufstellen beisammen gesessen, gesungen und zum Klang der Harmonika getanzt.

Bildquelle:1 - Denny Müller